Bildung

Tag des offenen Denkmals: Fünf historische Offenbacher Orte präsentieren sich neugierigen Besuchern

Zum 24. Mal findet in den meisten europäischen Staaten am Sonntag, 14. September, der Tag des offenen Denkmals statt. Er zieht regelmäßig ein Millionenpublikum an. In diesem Jahr können bundesweit etwa 7500 Denkmäler in rund 3000 Städten und Gemeinden besucht werden. Vom kulturellen Erbe ein Bild machen können sich die Offenbacher an fünf Orten in ihrer Stadt. Der Tag des offenen Denkmals lockt jedes Jahr ein Millionenpublikum an Stätten, die der Allgemeinheit sonst häufig nicht offen stehen. Allein in Deutschland haben im vergangen Jahr mehr als vier Millionen Besucher an Führungen teilgenommen und Denkmäler besucht.

Unter dem Motto Farbe geht es in diesem Jahr zum Beispiel darum, wie Farben nach historischem Vorbild hergestellt und am Bau verwendet werden können. Besucher erleben in fachkundigen Führungen, wie die Wirkung von Farbe zu allen Zeiten von den Erbauern gezielt eingesetzt wurde, um unsere Sinneseindrücke zu prägen. Selbst wenn der Bezug zum Jahresmotto nicht ausdrücklich hergestellt wird: Der Tag des offenen Denkmals ist für die Besucher eine Gelegenheit, einmal im Jahr Neues über die Erfolge, aber auch Sorgen und Nöte im Ringen um den Erhalt von Denkmälern zu hören und sonst nicht zugängliche Objekte zu besichtigen.

In Offenbach gibt es am 14. September an fünf Orten Gelegenheit, sich mit dem Thema Farbe auseinanderzusetzen und vom kulturellen Erbe ein Bild zu machen: Alter Friedhof Offenbach und Krummsches Mausoleum: Der Alte Friedhof wurde 1832 angelegt. Dort finden Besucher unter anderem kunsthistorische Grabmäler alter Offenbacher Familien. Wegen der alten Platanenallee und den unvergleichlichen, historisch wertvollen Grabanlagen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde der Alte Friedhof in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz gestellt. Um 11.30 Uhr führt der ehemalige Stadtarchivar Hans-Georg Ruppel über den Alten Friedhof, währenddessen besteht die Gelegenheit, das Ergebnis der sowohl mit dem Offenbacher wie auch mit dem Hessischen Denkmalpreis prämierten Instandsetzung des Mausoleums Heinrich Krumms zu erleben. Dabei handelt es sich um ein national herausragendes Beispiel für Sepulkralkultur.

Das mit farbigen Glasmosaiken ausgestattete Mausoleum nebst Gruft ist zwischen 11 und 16 Uhr frei zu besichtigen. Der Kuppelbau liegt parallel zur Mühlheimer Straße und ist nicht zu verfehlen. Treffpunkt für die Führung ist der Haupteingang des Alten Friedhofs (Friedhofstraße 21). Albert-Schweitzer-Schule: Die 1911 eröffnete dreiseitige, schlossartige Anlage um einen quadratischen Hof beherbergt heute ein Gymnasium und wurde jüngst saniert. Zwischen 12 und 16 Uhr besteht die Möglichkeit zur Besichtigung und zum Besuch der Ausstellung „Farben in der Schule“ und „Schülerarbeiten: Weltkulturerbe im Modell“.

Treffpunkt ist der Haupteingang der Schule (Waldstraße 113-121). Katholische Pfarrkirche St. Marien: Die 1913 fertiggestellte Pfarrkirche (Bieberer Straße 53) zeichnet sich durch ihre reiche neobarocke Gestaltung aus. Im Rahmen einer Führung kann das Gebäude ab 14.30 Uhr besichtigt werden. Wilhelm-Schramm-Stiftung: Das 1912/13 nach Entwürfen von Professor Hugo Eberhardt im Landhausstil erbaute Haus kombiniert moderne und neoklassizistische Architekturelemente und wird auch heute noch als Altenpflegeheim genutzt. Es ist zwischen 13.30 Uhr und 17.30 Uhr zu besichtigen; um 14 und 15.30 Uhr werden Führungen angeboten.

Treffpunkt hierzu ist am Buchrainweg 135. Spaziergang zum Jahresmotto Farbe: Besonders hervorzuheben ist der um 16 Uhr beginnende Spaziergang „Farbe am Bau zwischen Jugendstil und Expressionismus“. Die Kunsthistorikerin Christina Uslular-Thiele referiert zum Jahresthema beginnend beim sogenannten Pfauenhaus in der Luisenstraße – einem herausragenden Jugendstilwohnhaus. Über Hauptbahnhof und das ehemalige Bahnpostgebäude führt der Spaziergang (Dauer etwa 1,5 Stunden) zur ehemals städtischen Wohnhausgruppe in der Gabelsberger Straße. Treffpunkt ist an der Luisenstraße 5. (hlwa)

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